UBISOFT: Minimum 50 Operatoren

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Feb
08

Neue Gamemodes, immer wieder sehe ich Leute auf allen Sozialen Medien dannach fragen:

Bekommen wir im Year 2 auch neue Gamemodes? Ihr habt dies schon für Year 1 versprochen und nicht eingehalten.

Zu erst einmal muss ich klar stellen, dass im ersten Jahr die Entwickler uns einen neuen Gamemode gebracht haben, auch wenn viele mit was anderem gerechnet haben. Zum Release von Skull Rain haben wir den „Tactical Realism Modus“ erhalten. Dieser ist bisher jedoch nur im Custom Game spielbar. Dennoch ist es ein anderes Spielgefühl und wird von Ubisoft als Gamemode bezeichnet.

Xavier Marquis Creative Director sagt zu dem Thema: „It’s something that we do not want to do.“ Heißt Ubisoft plant keinen neuen Gamemode und wird auch keine neuen bringen. Sie gehen davon aus, dass neue Gamemodes nicht so viel Spaß bringen werden. Genauer sagte Marquis: „The map can be different, the operators can be different, but we need something static and that is Siege mode. Siege is the center of everything.“ Ubisoft will damit an ihren bisherigen Plan festhalten und neue Maps und Operatoren rausbringen, die Gamemodes selber bleiben statisch.

Weitere Gespräche mit Brand Director Alexandre Remy bestätigen dies und zeigen noch genauer wieso Ubisoft diesen Weg einschlägt:

„We’re constantly looking and prototyping. But the thing is, when doing that we concluded that there are some foundations to Siege that we want to keep: attack versus defense, destruction, operators, and [only having] one life. That is the DNA of the game, so when you look at what game modes would sufficiently refresh the experience but remain faithful to those rules, there’s not that many. Siege is its own game mode.“

Remy bezeichnet Siege als den Gamemode selber und es gibt immer statische Dinge: Angreifer gegen Verteidiger, Zerstörung, Operatoren und nur ein Leben. Dies ist die DNA von Siege und genau hierum dreht sich das Spiel. Und wenn man diese Hauptaspekte bewahren will, gibt es nur sehr wenige Möglichkeiten neue Gamemodes in das Spiel einzubauen.

Doch warum wurde dann überhaupt ein neuer Gamemode angekündigt? Remy geht auch hier offen mit der Wahrheit um:

„When we launched the game a year ago, we were like, yeah, we’re going to make new content including game modes because it’s a formula that makes sense. But as we moved forward we realized there’s so much depth with operators and destruction. That has a lot to offer, so the focus is always going to be on refreshing the meta with operators and new maps.“ 

Als das Spiel vor einem Jahr veröffentlicht wurde, war also bereits klar dass neuer Content kommen muss. Dazu wurden auch Gamemodes gezählt weil gedacht wurde dies mache Sinn, wahrscheinlich aber auch weil viele Egoshooter nach diesem Konzept vorgehen. Während sich das Spiel von Season zu Season entwickelte wurde den Entwicklern aber bewusst, welche Tiefe die Zerstörung und die Operatoren haben. Der Fokus wurde somit darauf gelegt das Momentane Metagame immer wieder durch neue Operatoren und neue Maps aufzufrischen. Auch Year 2 hält an den vorangegangenen fest: Wieder werden 4 Maps und 8 Operatoren über 4 Seasons verteilt auf die Spieler losgelassen. Remy und sein Team schauen sogar weiter in die Zukunft:
„The moment that we hit 50 operators, that’s the minimum that we actually want.“
Mit den bisherigen 28 Operatoren und den 8 Angekündigten ist es fraglich wie Ubisoft Neuheiten bringen will, immerhin gibt es jetzt schon viele Wege, Wände zu zerstören. Doch Remy wusste auch hier eine Antwort:

„That was one of the questions that was asked by management here, weren’t we going to be doing the same operators over and over again? But the idea is that you actually want enough operators so that each pick you have a choice. Thermite for a long time was not a choice, everyone had to pick him in a team because he was the only one who could breach into a reinforced wall. Introducing Hibana, all of a sudden the player could perform that task with a choice. At that moment every choice is tough choice for the player and not an obvious one. To come to that moment, you need a minimum of 50. When we have 50, that’ll be when the game is at its peak in terms of strategy.“

Da er bereits vom Management die selbe Frage gestellt bekommen hat, macht er klar, dass es darum geht den Spielern mehr Möglichkeiten zu bieten. Lange Zeit war Thermite ein Must Pick es gab keine Alternativen, jemand musste ihn Spielen. Mit Hibana wurde den Spielern die Wahl gelassen welchen Operator Sie spielen wollen um Verstärkte Wände zu zerstören. Remy geht davon aus, dass mindesten 50 Operatoren benötigt werden, damit Siege viele mögliche Strategien bringen kann.

Auch wenn Siege aussieht wie ein Shooter hat er MOBA DNA in sich und mit jedem Update wird dies klarer. Durch neue Operatoren wird das Metagame auf den Kopf gestellt und das Spiel fühlt sich frisch an. Dies schaffen nur neue Operatoren und nicht neue Einsatzziele um die gekämpft werden muss. Remy könnte sich sogar vorstellen bis zu 100 Operatoren in das Spiel einzubauen, wie es bei einigen MOBAs bereits üblich ist.

Was jedoch am Interessantesten an der Aussage der 50 Operatoren ist, wird erst in nachhinein klar. Durch das hinzufügen von 8 Operatoren pro Jahr dauert es bis zum Ende des vierten Jahres um das Minimum der 50 Operatoren zu erreichen. Sollten Ubisoft wirklich die 100 Operatoren planen, so bedeutet dies 6 weitere Jahre an Updates. Dies ist ein großes Zugeständnis einer Firma, welche dafür bekannt ist Spiele schnell zu vergessen oder ganze Serien einzustampfen. Ubisoft hat auch bereits angekündigt, das For Honor dem Konzept von Siege folgen wird und Ubisoft plant dieses Konzept für viele Spiele fortzusetzen.

Ich persönlich kann Remy nur Zustimmen. Ein neuer Gamemode würde nur sehr kurzfristig das Spielgefühl erneuern. Neue Operatoren verändern das Metagame und die möglichen Strategien nachhaltig. Auch sehe ich das ganze aus der Sicht der Neulinge. Rainbow Six Siege ist kein Spiel in denen Neulinge sofort alles verstehen können und jeder neue Operator, jede Map macht es Neulingen schwerer sich ins Spiel einzufinden. Dies liegt nicht zu letzt daran, dass mit Hilfe der Zerstörung Winkel entstehen können welche dem Verteidiger oder Angreifer einen großen Vorteil bringen können. Wenn ich jetzt noch neue Gamemodes hinzufüge wird es für Neulinge beinah unmöglich in Rainbow Six Siege einzusteigen.

Quelle: PC Gamer

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